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Einblick in die prekäre Lebenslage von Sans-Papiers: Ein Gespräch mit Sans-Papiers und Stimmen von Betroffenen

Im Rahmen dieser Veranstaltung erzählen Betroffene  ihre Wirklichkeit und geben uns einen Einblick in die Herausforderungen und Erlebnisse ihres täglichen Lebens. Diese wichtige und einzigartige Perspektive der Sans-Papiers selbst wird uns durch Vertreter*innen der Sans-Papiers Kollektive Basel und eingeblendete Stimmen von Sans-Papiers aus St. Gallen geben. Anlass für die Veranstaltung ist das kollektiv geschriebene Buch «Von der Kraft des Durchhaltens» der Sans-Papiers-Kollektive-Basel.

«Eure Strassen sind unsere Strassen. Wir atmen die gleiche Luft und sprechen doch nicht zusammen. Wir sind Sans-Papiers, und ihr kennt unsere Stimmen nicht. Dieses Buch ist eine Einladung: Lernt uns kennen, hört uns zu, seht hin.»

Moderation: Corinne Riedener
Dienstag, 12. März 2023
Erfreuliche Universität, Palace St.Gallen
Uhrzeit: 20:15 – 21:45

In einem einzigartigen, gemeinschaftlichen Schreibprozess haben die Sans-Papiers Kollektive Basel ihr Buch veröffentlicht: „Von der Kraft des Durchhaltens. Sans-Papiers erzählen ihre Wirklichkeit“. Für die Verfasser*innen dieses Buches ist das Niederschreiben ihrer Geschichte mehr als das Festhalten von persönlichen Erlebnissen. Es bedeutet, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, ohne sich in Gefahr zu begeben. Das Buch ist eine Einladung, die Mitglieder des Kollektivs kennenzulernen und ihnen zuzuhören. Sie streben einen Dialog an, der Perspektivenwechsel ermöglicht und die rechtlichen Grenzen überwindet, die uns in „wir“ und „sie“ aufteilen. Das Buch umfasst Texte zu ihren Sichtweisen zu Themen des Alltags in der Schweiz, ihrer Organisation und politischen Kämpfe sowie ausgewählte Lebensgeschichten einiger Mitglieder.

Diese Veranstaltung wurde durch die ehrenamtliche Arbeit von Sans-Papiers aus der Ostschweiz, freiwillige Unterstützer*innen, der Sans-Papiers Kollektive Basel, der Anlaufstellen für Sans-Papiers St.Gallen & Basel, der Erfreulichen Universität – Palace, sowie den grosszügigen finanziellen Beiträgen der Temperatio Stiftung und E. Fritz und Yvonne Hoffmann-Stiftung ermöglicht.